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Antwort von Dr.med. Katayun Hojat Wüthrich, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin im Hirslanden Praxiszentrum, Bern
Seit wir die Rückenlage in der Nacht empfehlen, sehen wir weniger Fälle von plötzlichem Kindstod. Durch diese Lagerung kommt es zu Abflachung des Hinterkopfes, weil der Kopf ja über eine längere Zeit einseitig belastet wird. Auch wenn das Kind seinen Kopf bevorzugt in eine Richtung dreht, entwickelt sich eine asymmetrische Abplattung, die dann auch die Gesichtsknochen verändern kann. Sie können weiterhin am Tag (wenn unter Beobachtung) Ihren Sohn auf den Bauch legen, nicht nur wegen der Kopfform, sondern auch zum Trainieren der Muskulatur. Zusätzlich können Sie ihn in der Nacht auch abwechselnd auf die rechte oder linke Seite legen und ihn mit einem U-förmigen Stillkissen an der unteren Körperhälfte stützen. Versuchen Sie ihn am Tag so hinzulegen, dass sein Interesse in verschiedene Richtungen gelenkt wird. Die Vorbeugung beziehungsweise Behandlung führt in sehr vielen Fällen zu einer Normalisierung der Kopfform. Ist dies nicht der Fall, können Massnahmen wie Krankengymnastik, Craniosacraltherapie oder Osteopathie helfen. Bei sehr schweren Fällen werden spezielle Helme empfohlen.
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