Sieben Tage dauerte das Wochenbett nach der Geburt einst. Heute verlassen frischgebackene Mütter mit ihren Neugeborenen das Spital im Durchschnitt nach drei oder vier Tagen. Swiss DRG, die Abrechnung nach Fallkostenpauschalen, hat diesen Trend noch verstärkt. Zu Hause allerdings fehlt den Wöchnerinnen oftmals die nötige Nachbetreuung. Aus diesem Manko ist «FamilyStart beider Basel» entstanden. Seit dem 1. November bietet das Hebammen-Netzwerk Familien mit Neugeborenen nach dem Spitalaustritt eine koordinierte, sichere und professionelle Nachsorge an. Frei praktizierende Hebammen der Region Basel haben das Projekt zusammen mit dem Institut für Hebammen der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) entwickelt. «FamilyStart» will die physische und psychische Gesundheit von Mutter und Kind stärken und zu einem gesunden Lebensstart beitragen.
Im Zentrum steht eine 12-Stunden-Helpline: Über diese finden Wöchnerinnen nach der Spitalentlassung eine Hebamme, die sie zu Hause besucht und betreut. «Früher war es oft sehr aufwendig, jungen Müttern im Wochenbett eine Hebamme zu organisieren, heute genügt ein Anruf», sagt Esther Sackmann Rageth vom Unispital Basel; sie hat die Kooperation vor zwei Jahren angeschoben. Neben Hausbesuchen organisieren die Hebammen auch Entlastungsdienste und sie bieten telefonische Beratung an. «FamilyStart» ist ein Pilotprojekt und wird von mehreren Fachhochschulen und der Universität Basel wissenschaftlich begleitet.
12-Stunden-Helpline für Familien nach der Geburt: 0848 622 622
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