Während ein Riss in der Gebärmutter ohne Voroperation extrem selten ist, steigert ein vorhergehender Kaiserschnitt die Häufigkeit auf 75 von 10'000 Geburten. Muss die Geburt eingeleitet werden und kommen Wehen verstärkende Medikamente zum Einsatz, erhöht sich das Risiko auf 1 bis 4 Prozent. Viele Geburtshelfer raten deshalb bei einer erneuten Schwangerschaft wieder zu einem Kaiserschnitt.
Wünscht sich eine Frau dennoch eine natürliche Geburt, kann eine vaginale Ultraschalluntersuchung bei der Entscheidung helfen. Darauf deutet eine aktuelle Studie hin, die im Fachmagazin «Ultrasound in Obstetrics & Gynecology» erschienen ist. Ärzte können demnach bereits zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche an der Stärke der Muskelschicht im Bereich der Narbe erkennen, ob die Gebärmutter den Belastungen einer natürlichen Geburt standhält. Wenn die Muskelwand stark genug ist und im Verlauf der Schwangerschaft nicht wesentlich abnimmt, steht einer natürlichen Geburt selbst bei einer grösseren Narbe nichts im Weg.
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