Bisher gab es zwei Optionen, wenn man bei der Geburt die wertvollen Stammzellen der Nabelschnur nicht im Mistkübel sehen wollte: Entweder bewahren die Eltern das Nabelschnurblut für das eigene Kind auf («private banking») oder sie spenden es für die Öffentlichkeit («public banking»). Nun gibt es noch eine dritte Option: Die beiden bisherigen Möglichkeiten werden kombiniert, man spricht von Hybrid Banking. Hier wird das Nabelschnurblut auf Kosten der Eltern zunächst für den Eigengebrauch eingelagert, zusätzlich aber – wie bei einer öffentlichen Spende – im Stammzellspendenregister der Schweiz anonym aufgeführt. Passen die gefrorenen Zellen als Transplantat für einen Leukämiekranken, können die Eltern das Blut ihres Kindes freigeben und erhalten die entstandenen Kosten zurück. Eine Befragung an der Frauenklinik in Bern hat gezeigt, dass Eltern sich eine private Spende wünschen, aber bei Bedarf auch gerne kranke Menschen in Not unterstützen wollen.
Leseempfehlung

«Diese Grosseltern stellen für die Enkel ihr Leben um»
Sie stossen Kinderwagen, Spielfiguren übers Schachbrett – und Schaukeln an. Schweizer Grosseltern betreuen ihre Enkel 160 Millionen Stunden jährlich. Diese drei Grossmütter gehen noch einen Schritt weiter: Sie krempeln für die Enkel regelrecht ihr Leben um.
Zum Artikel

«Einschlafprobleme bei Kindern»
Was sind die Gründe von Schlaflosigkeit bei Kindern? Weshalb fällt es Kindern oft schwer, ins Reich der Träume abzutauchen? Was lässt sich dagegen tun und ab sollten wann Eltern Hilfe holen?
Zum Artikel