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«Neue Schwangerschaft trotz dünner Gebärmutter-Narbe?»

Frage: Wir haben drei Kinder – das jüngste ist anderthalb – die alle per Kaiserschnitt entbunden wurden. Bei ihm wurde beim Kaiserschnitt eine Uterusdehiszenz (Auseinanderweichen der verschiedenen Gewebeschichten) festgestellt. Da wir uns immer vier Kinder gewünscht haben, wurde uns empfohlen, die innere Kaiserschnittnarbe vor einer weiteren Schwangerschaft zu kontrollieren. Bei der Kontrolle zeigte sich leider, dass die Gebärmutternarbe zwar schön zusammengewachsen, allerdings noch sehr dünn ist, etwa 3,5 Millimeter. Kann das Probleme bei einer erneuten Schwangerschaft geben? Zudem habe ich mir die Brüste verkleinern lassen. Könnte ich trotzdem stillen? V.P.

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«Neue Schwangerschaft trotz dünner Gebärmutter-Narbe?»

Frage: Wir haben drei Kinder – das jüngste ist anderthalb – die alle per Kaiserschnitt entbunden wurden. Bei ihm wurde beim Kaiserschnitt eine Uterusdehiszenz (Auseinanderweichen der verschiedenen Gewebeschichten) festgestellt. Da wir uns immer vier Kinder gewünscht haben, wurde uns empfohlen, die innere Kaiserschnittnarbe vor einer weiteren Schwangerschaft zu kontrollieren. Bei der Kontrolle zeigte sich leider, dass die Gebärmutternarbe zwar schön zusammengewachsen, allerdings noch sehr dünn ist, etwa 3,5 Millimeter. Kann das Probleme bei einer erneuten Schwangerschaft geben? Zudem habe ich mir die Brüste verkleinern lassen. Könnte ich trotzdem stillen? V.P.

Antwort von Dr.med. Bruno Jürg Studer, Gynäkologe, Belegarzt der Klinik Hirslanden & Klinik im Park Zürich

Eine vierte Schwangerschaft ist auch nach drei Kaiserschnitten möglich. Die Dicke der Sektionsnarbe ist kein Kriterium für eine Folgeschwangerschaft, auch nicht eine Uterusdehiszenz. Eine eigentliche Pflege der inneren Narbe oder ähnliches ist nicht möglich. In einer Folgeschwangerschaft gilt es, andere Vorsichtsmassnahmen zu treffen als das Messen der Uteruswanddicke, zum Beispiel Kontrolle der Lage und Funktion der Plazenta, frühzeitige und effiziente Wehenhemmung, Planung einer Resectio cirka 14 Tage vor dem biologischen Termin. Einer weiteren Schwangerschaft steht somit nichts im Wege; allerdings sollte die von einem erfahrenen Geburtshelfer oder Geburtshelferin kontrolliert werden.

Wegen des Stillens nach der Brustverkleinerung müssten Sie den Operateur fragen. Nur er weiss, ob die Milchgänge bis zu den Warzen erhalten wurden oder nicht.

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