detail

«Ophelia starb bei Vogelgezwitscher»

Nathalie und Lukas mussten ihre krebskranke Tochter in den Tod begleiten. Ein Gespräch.

detail

«Ophelia starb bei Vogelgezwitscher»

Nathalie und Lukas mussten ihre krebskranke Tochter in den Tod begleiten. Ein Gespräch.

Langenthal, ein Nachmittag im September 2023. Nathalie Hofer und Lukas Bissegger leben in einem Haus in einem ruhigen Wohnquartier am Stadtrand. Das Wohnzimmer ist hell und geschmackvoll eingerichtet. Die Fotos an den Wänden zeigen ein strahlendes Mädchen mit hübscher Mütze. Ophelia. Die an der Nase angeklebte Magensonde erinnert an ihr kurzes Leben. Im Kinderzimmer im oberen Stock steht eine kleine Urne mit Ophelias Asche. In einem Körbchen und umgeben von Stofftieren. Ophelia – sie ist noch da. Und doch fehlt sie. Überall. 

Im Alter von fast 22 Monaten ist Nathalies und Lukas Tochter Ophelia Arya an einem hochaggressiven Hirntumor verstorben. Als sie zehn Monate alt war, erhielten ihre Eltern die Diagnose AT/RT. Die Abkürzung steht für Atypischer Rhabdoider Tumor.

Seltener Tumor

plus

Jährlich erkranken in der Schweiz ungefähr 350 Kinder und Jugendliche an Krebs, darunter viele Säuglinge und Kleinkinder. Die Behandlungsmöglichkeiten erlauben mittlerweile, dass vier von fünf Kindern wieder in ein gesundes Leben zurückfinden. Trotzdem stirbt immer noch fast jede Woche ein Kind an seiner Krebserkrankung. 

Von den sehr aggressiv wachsenden Atypischen Rhabdoiden Hirntumoren treten jährlich ein bis zwei Fälle in der Schweiz auf. Am häufigsten davon betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder in den ersten zwei Lebensjahren. Die Überlebensrate ist tief. 

kinderkrebs-schweiz.ch

Leseempfehlung


tile

«Die Kasse und der Monat»

Unser Baby kam am 23. Januar zur Welt. Wir haben es gleich bei der Grundversicherung der Krankenkasse angemeldet. Nun stellt uns die Krankenversicherung die Prämie für den ganzen Monat Januar in Rechnung. Darf sie das? D.S.



Zum Artikel
tile

«Zurückerobern, was wir hatten»

Interview mit der deutschen Journalistin und Buchautorin Birgit Kelle (38), überzeugte Vollzeitmutter.



Zum Artikel