Raucht eine Frau während der Schwangerschaft, setzt sie sich und ihr Kind nicht nur einer direkten Schädigung aus, sondern beeinflusst auch das Erbgut ihres ungeborenen Kindes, wie jetzt eine Langzeitstudie zeigte. Im gesamten Genom von Neugeborenen der rauchenden Mütter konnten die Forscher bestimmte epigenetische Veränderungen nachweisen, die am Erbgut wie ein Schalter wirken und die Aktivität von Genen verstärken oder herunterfahren können. Damit verknüpft könnte ein erhöhtes Risiko für spätere Lungen- und Krebserkrankungen beim Kind sein. Die Veränderungen am Erbgut der Kinder sind dabei nach den Ergebnissen der Forscher dauerhaft; die Wissenschaftler konnten sie sowohl bei der Geburt der Kinder feststellen als auch bis zu vier Jahren danach.
Quelle: swissmom.ch
Leseempfehlung

«Väter sind Juniorpartner»
Soziologe Michael Meuser hat untersucht, warum Frauen und Männer in alte Rollen zurückfallen, sobald das erste Kind da ist. Sein Befund: Mütter wollen ihre zentrale Kompetenz in Sachen Kindererziehung gar nicht aufgeben.
Zum Artikel

«Geschwisterstreit: Wir mischen uns zu früh ein»
Kinder lösen täglich Dutzende von Konflikten erfolgreich, sagt die Pädagogin Mechthild Dörfler. Nur bekommen Erwachsene das leider selten mit.
Zum Artikel