wir eltern: Schwiegermütter haben allgemein nicht den besten Ruf. Ein volkstümliches Sprichwort besagt: «Der schlimmste Stachel ist immer die Schwiegermutter». Was meinen Sie dazu?
Alexandra Christensen: Das wäre ja eine traurige Welt. Ich halte nicht viel von Verallgemeinerungen. Zudem habe ich festgestellt, dass heutzutage auch sehr viele Schwiegermütter unter ihren Schwiegertöchtern leiden.
Die Psychologin Andrea Kettenbach von der Fernuniversität Hagen hat in ihrer Doktorarbeit vier Schwiegermutter-Typen entdeckt: Typ 1 ist die fürsorgliche Schwiegermutter, Typ 2 ist die böse und hinterhältige Schwiegermutter, Typ 3 ist die nervige, aber nützliche Schwiegermutter. und Typ 4 ist die desinteressierte Schwiegermutter. Decken Sie sich diese Typen mit Ihren Erfahrungsberichten?
Das mag auf die Untersuchungen von Frau A. Kettenbach zutreffen. Ziel meines Buches ist vielmehr Geschichten von Betroffenen zu erzählen und nicht Typeneinteilungen vorzunehmen und Ratschläge zu erteilen.
Sie fragen auch nach den Schwiegervätern? Warum polarisieren sie weniger als Schwiegermütter?
Ein Grund könnte sein, dass Männer in vielen Köpfen einfach noch einen anderen Stellenwert haben.
Was ist Ihr Beweggrund, Geschichten über Schwiegereltern, Schwiegersöhne und -töchter zu schreiben?
In meiner physiotherapeutischen und naturheilkundlichen Praxistätigkeit habe ich viele interessante Gespräche zu diesem Thema geführt. Es ist ein Thema, das früher oder später fast jeden von uns betrifft. Direkt oder Indirekt.
Frau Christensen freut sich über Ihre Geschichte. Sie können Sie via ihre Website kontaktieren:
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