Ein interdisziplinäres Team rund um Forschende der Universität Zürich hat herausgefunden, dass sich ständiger Stress der werdenen Mutter im Fruchtwasser wiederspiegelt. So steigen die Konzentrationen von Stresshormonen an und wirken sich negativ auf das Ungeborene aus. Für das Kind besteht ein Risiko, später eine psychische oder körperliche Erkrankung zu entwickeln – etwa eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder auch eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, heisst es in einer Mitteilung der Uni Zürich.
Ist die Mutter nur punktuell gestresst, seien keine Merkmale im Fruchtwaser nachgewiesen geworden: «Offenbar bleibt das Baby bei akuter, kurzanhaltender Belastung der Mutter vor den negativen Effekten von Stress geschützt», wird Psychologin Ulrike Ehlert in der Mitteilung zittiert.
Das könnte Sie auch noch interessieren: Ein Chirurgen-Duo rettet in einer Not-OP innerhalb des Mutterleibs einem Kind mit einem Lungentumor das Leben. Die Bildergalerie gibt Einblick in den Ablauf des ausserordentlichen Eingriffs. Den Artikel dazu lesen Sie hier.
Leseempfehlung

«Ein Plädoyer fürs Familienbett»
Seit Menschengedenken schlafen Kinder bei ihren Eltern. In vielen Kulturen ist das auch heute noch so. Doch bei uns ist das Familienbett verpönt. Warum eigentlich?
Zum Artikel

«Ich wäre so gerne Papa geworden»
Viele Männer leiden, wenn ihr Traum vom Vatersein sich nicht erfüllt. Doch sie bleiben still. Wie ein unerfüllter Kinderwunsch Männer verändert.
Zum Artikel