Hoffentlich können wir in dieser Saison wieder Skifahren! Wenn ja, brauchen auch die Kinder Skischuhe. Tipps zu Kauf (oder Miete) gibt Christian Zingg, Geschäftsführer des Swiss Ski Pools und Leiter des Ausrüstungswesens.
♦ Am wichtigsten: Der Schuh muss passen, sonst halten Kinder nicht lange durch. Ist er zu klein, drückt er. Das versteht jeder. Oft machenEltern beim Kauf den Fehler, den Schuh zu gross zu kaufen, damit das Kind hineinwachsen kann. Das ist fatal. Denn ist er zu gross und die Schale zu steif, kann das Kind den Flex vom Schuh nicht ausnutzen, ihn also nicht richtig nach vorne drücken. Es steht dann in einer falschen Haltung auf dem Ski und kann ihn nicht gut drehen.
♦ Nein, ein zweites Paar Socken ist keine gute Idee. Das kann zu Scheuern und Blasen führen. Ist ein Paar Socken davon auch noch aus Baumwolle, bleibt etwa Fussschweiss darin und es gibt nasse und kalte Füsse. Besser: Nur ein Paar, dafür qualitativ hochwertige, atmungsaktive spezifische Ski-Socken anziehen.
♦ Wenig oder mehr Schnallen? Das ist vom Alter des Kindes abhängig. Je kleiner, desto weniger Schnallen. Ab einem gewissen Alter und Können ist es dann aber schon wichtig, dass der Schuh per Schnalle kompakt sitzt und fester angepasst werden kann: für guten Halt.
♦ Die Schale darf nicht zu hart sein, denn bei Minustemperaturen wird sie dann noch härter, das könnte zu Prellungen führen.
♦ Der Innenschuh sollte herausnehmbar und gegen kalte Füsse gut gefüttert sein.
♦ Wie man die Grösse findet: Gute Sportgeschäfte haben einen Fuss-Ausmesser. Lehnt sich das Kind dann ganz nach vorne, sollte hinten noch ein Erwachsenenfinger hineinpassen, gewiss aber nicht drei!
♦ Das Einsteigen ist oft schon schwere Arbeit. Damit es dem Nachwuchs nicht schon ablöscht, bevor es überhaupt losgeht: Skischuh vorwärmen, also sicher nicht vorher im Schnee liegen lassen.
♦ Hilfreich: eine gute Skischuh-Tasche.
♦ Wann anfangen mit Skilaufen? Irgendwann zwischen zwei und sechs Jahren. Der genaue Zeitpunkt der ersten noch spielerischen Versuche ist nicht so entscheidend. Viel wichtiger: Spass daran!
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«Dann machen wir es halt selber»
Selbst ist der Mann. Wenn sich kein Fussballclub in der Nähe findet, bei dem die Kinder ohne Leistungsdruck, aber mit viel Spass tschuten lernen können, na, dann gründet man eben eine eigene Mannschaft und wird selbst zum Trainer. Joel Capraro (41), Oberarzt am Kantonsspital Aarau und Vater von drei Kindern, und Marco Erni (38), Lehrer und Papa von zwei Kindern, haben genau das gemacht.
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