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«In die Miesen gearbeitet»

Beruf und Kind? Klar. Nur rechnen tut sich das leider oft nicht. Zumindest nicht finanziell.

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«In die Miesen gearbeitet»

Beruf und Kind? Klar. Nur rechnen tut sich das leider oft nicht. Zumindest nicht finanziell.

Arbeit bringt Geld? Nicht immer. Gerade in Familien, in denen Mütter eine Teilzeitstelle haben, ist am Ende des Monats manchmal weniger Geld auf dem Konto als ohne ihre Erwerbstätigkeit. Das beweist jetzt eine Studie der Gleichstellungsbehörden der Kantone Zürich und Basel. Darin wurde nicht nur erhoben, ab welchem Pensum sich mütterliche Erwerbstätigkeit lohnt, sondern es wurden auch Zürich, Basel-Stadt, Dietikon und Dübendorf unter Einbezug von Steuerfuss und Kinderbetreuungskosten miteinander verglichen. Basis sind Haushalte mit zwei Vorschulkindern. Ergebnis:

1 Bei Alleinerziehenden lohnt sich die Erwerbstätigkeit in Zürich und Basel immer. In Dietikon rechnet sich bei mittlerem Einkommen von 6000 Fr. plus Alimente eine Tätigkeit, die 60 Prozent nicht übersteigt. In Dübendorf stellt sich die Alleinerziehende schon ab einem Pensum von 40 Prozent finanziell ein Bein.

2 Bei verheirateten Mittel-Doppelverdienern (4000/8000 Fr.) rechnet sich in Basel die Pensum-Verteilung 80:100 Prozent, in Zürich 60:100 Prozent, in Dietikon 40:100 Prozent, und in Dübendorf rentiert sich die Teilzeitarbeit, geldmässig, überhaupt nicht.

3 Bei Gutverdienern (6000/12 000 Franken) lohnt sich in allen untersuchten Gemeinden höchstens eine Erwerbstätigkeit von 40 Prozent bei der geringer verdienenden Person. Das Modell «Vati bringt das Geld und Mutti kümmert sich um die Kinder und Rabatten im Garten» scheint sich auch 2012 noch auszuzahlen. Der Negativanreiz fördert also Karriereabbrüche, mangelnde Altersvorsorge und Abhängigkeiten von Mann und Staat.

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